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Geschichte des Beachvolleyball


Geschichte des BeachvolleyballErste Spiele auf Sand fanden bereits in den 1920er Jahren in Kalifornien statt. Viele Geschichten ranken sich darum, wie Volleyball den Weg ans Meer bzw. auf den Sand fand. Hartnäckig hält sich die Legende, dass es mit der Lust am Flirten begann: die tollkühnen kalifornischen Surfer waren es Leid, beim Wellenreiten keine Frauen kennen zu lernen. Um aufzufallen und besser mit den Mädels in Kontakt zu kommen, erfanden sie einen Sport, der ihnen das Anbandeln erleichterte und trotzdem zu ihrem Lebensstil passte – Beach-Volleyball.

1948 wurde am Santa Monica State Beach das erste offizielle Turnier im Modus „Zwei gegen Zwei“ ausgespielt. Die Spieltechniken waren damals noch wenig ausgereift: Geblockt und geschmettert wurde erst Anfang der 1950er Jahre, das Netz war zudem noch niedriger als heute. Die 1960er Jahre gelten als Ursprung des Beach-Volleyball-Lifestyles, der noch heute für die Sportart typisch ist: Sommer, Sonne, Strand und Meer und dazu Athletik und Stimmung pur. Nach und nach wurde das Technikrepertoire erweitert, mit dem Angriffschlag und dem (Abwehr-)Bagger wurde das Spiel wesentlich attraktiver. Bei den Turnieren ging es noch lange nicht um hohe Preisgelder, eher um ein Bier oder ein Essen im benachbarten Restaurant. Erst 1976 kam die Siegerprämie in Höhe von 5000 US-Dollar hinzu. Nachdem 1982 in Florida das erste Turnier außerhalb Kaliforniens ausgetragen wurde, breitete sich Beach-Volleyball auf dem gesamten Kontinent aus. Der Strandsport entwickelte sich nach und nach auch weltweit zu einem millionenschweren Spektakel.

Anfang 1994 wurde der Strandsport ins olympische Programm aufgenommen und 1996 erstmals in Atlanta ausgetragen. In Deutschland entwickelte sich Beach-Volleyball erst in den vergangenen Jahren auch im Leistungsbereich, obwohl die Deutsche Beach-Volleyball-Tour schon seit 1988 existiert. Um die Sportart auch den deutschen Zuschauern näher zu bringen, fanden immer mehr Turniere in Innenstädten statt. 1995 erlebten mehr als 80.000 begeisterte Zuschauer in Berlin live die Premiere eines World-Series-Turniers in Deutschland. In den letzten Jahren hat sich Beach-Volleyball international als erfolgreiche Ballsportart etabliert. Bei den olympischen Spielen im Jahr 2000 in Sydney schaffte ein deutsches Herrenteam den Sprung auf das Treppchen: Jörg Ahmann und Axel Hager gewannen die Bronzemedaille. Spätestens ab diesem Zeitpunkt boomt die Trendsportart in der gesamten Bundesrepublik.

Als weiterer Höhepunkt fand im Jahr 2005 die Weltmeisterschaft in Berlin statt, bei der das deutsche Team Julius Brink und Kjell „Kelli” Schneider die Bronzemedaille errangen. 2009 wurden Julius Brink und Jonas Reckermann Weltmeister. Sara Goller und Laura Ludwig haben sich 2010 in Berlin zum zweiten Mal den EM-Titel gesichert. Katrin Holtwick und Ilka Semmler sind die Vize-Europameisterinnen 2010. Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Rom erreichten Julius Brink und Jonas Reckermann einen fantastischen dritten Platz, der mindestens dem Titel von 2009 gleichzusetzen ist, so Günter Hamel, Sportdirektor des DVV. Für Julius Brink war das bereits die dritte Medaille bei Weltmeisterschaften, so dass eineder der erfolgreichsten Sportler im Beach-Volleyball zu zählen ist.



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